Seit Anfang des Jahres bin ich nun also selbstständig. Nein, eigentlich bin ich schon seit 2013 selbstständig, nur habe ich da den Blog neben meinem 40 Stunden-Vollzeitjob geführt und das ca. vier Jahre lang durchgezogen. Man kann einen Blog auf jeden Fall neben seinem Hauptjob führen, wenn aber irgendwann beides immer und immer mehr Arbeit wird, muss man sich überlegen, wie sich „Nebenjob“ und „Job“ miteinander vereinen lassen. Eigentlich wollte ich meinen halbwegs sicheren Job nicht kündigen (obwohl mir dieser Gedanke natürlich immer mal wieder im Kopf herum geschwirrt ist), aber mein Arbeitgeber ließ mir leider keine andere Wahl. Und rückblickend betrachtet, war es genau richtig, wie es gelaufen ist, denn so wurde mir die Entscheidung in die Selbstständigkeit zu wechseln, einfacher gemacht.
Ich hatte schon Anfang 2016 darum gebeten, eine Stundenreduzierung zu bekommen, was jedoch abgelehnt wurde. Auch alle weiteren Versuche, irgendetwas an meiner Arbeitssituation zu ändern, wurden abgeblockt. Als dann Ende 2016 ziemliche gesundheitliche Probleme bei mir auftraten und ich ein Time Out brauchte, musste ich eine Entscheidung treffen. Ich diskutierte ziemlich lange mit meiner Familie und auch mit Julia, denn ich weiß, dass diese Menschen mir immer die Wahrheit sagen und mich niemals irgendwo hineinlaufen lassen würden, was mir schaden könnte. Sie sprachen mir Mut zu und unterstützen mich bei meiner Entscheidung. Sie standen geschlossen hinter mir und halfen mir, wo es ging. Und das tun sie heute noch, worüber ich jeden Tag dankbar bin.

Ich informierte mich also wochenlang, recherchierte, schrieb Listen, führte Telefonate und dann war der große Tag gekommen und ich kündigte! Ich traf diese Entscheidung, die mein Leben verändern würde. Und ich wusste, dass sie dies auf eine positive Art und Weise tun würde. Und jetzt nach sechs Monaten Selbstständigkeit kann ich Euch erzählen, wie es mir bisher so ergangen ist und ich mein Geld verdiene, bzw. in der Vergangenheit schon immer mit dem Blog nebenbei verdient habe. Die Frage, wie man als Blogger eigentlich Geld verdient, scheint ziemlich gefragt und interessant zu sein. Und ich kann Euch ganz einfach sagen, durch tägliche, harte Arbeit. Wie es eben alle tun. Wenn ich gefragt werde, was ich denn beruflich mache, dann sage ich voller Stolz, dass ich Bloggerin bin. Denn ich muss mich auf keinen Fall verstecken oder klein halten. Denn ich habe mir das hier über sieben Jahre lang aufgebaut und darf darauf ruhig ein bisschen stolz sein. Ich führe sozusagen eine Firma, wie andere Selbstständige auch. Warum wird man denn immer belächelt, wenn man sagt, man ist „Blogger“? Ich verstehe es wirklich nicht, denn ich arbeite 24/7 und habe eigentlich nie frei. Und das nicht erst seit heute, sondern schon seit einigen Jahren. Aber vielleicht verstehen das nur die, die auch mit dieser Social Media Welt zu tun haben? Von den anderen wird man immer etwas schief angeschaut und hört hinten herum, dass man doch sowieso alles in den Ar*** geschoben bekomme, den ganzen Tag nur Kaffee trinkt und bloß ein paar Fotos auf den Blog oder Instagram hoch laden muss. Jetzt müssen manche ganz stark sein, aber ich muss euch enttäuschen, denn so ist es leider ganz und gar nicht. Ich arbeite jetzt noch viel mehr als vorher. Da könnt ihr gerne meinen Mann oder Familie fragen. Denn wie sagt man so schön: „Ohne Fleiß kein Preis!“
Jennifer Anne Of Flour & Floral About Me #foodphotographer #foodie #baker # Blogger #girlboss
Als Selbstständiger arbeitet man selbst und ständig, das ist wirklich so und nicht nur so ein Spruch. Aber soll ich Euch was sagen, ich liebe es und könnte mir keinen schöneren Job vorstellen! Ich hatte das Privileg, mein Hobby zum Beruf zu machen. Und wer wünscht sich das nicht? Klar, mein Einkommen schwankt und ich bekomme nicht jeden Monat pünktlich zum 1. mein Gehalt überwiesen, aber das finde ich gar nicht schlimm. Und da ich sehr fleißig und zuverlässig bin und mir in diesem Jahr erst einen richtigen zwei Wochen Urlaub in unseren Flitterwochen gegönnt habe, (Na gut, auf Social Media war ich ja doch etwas aktiv und hab euch mitgenommen.) kommt auch genug Geld rein, um unsere Rechnungen bezahlen und davon leben zu können. Ich bin ein genügsamer Mensch und brauche nicht den großen Luxus. Mir reicht unser Häuschen, Garten und meine Familie. Na klar gönne ich mir auch mal etwas Schönes, aber ich muss nicht in Saus und Braus leben um glücklich zu sein.
Aber ich bin glücklich und das sogar sehr. So glücklich wie wohl noch nie in meinem Leben. 2016 war ein Wendepunkt in meinem – in unserem Leben. Denn als es mir so schlecht ging, war Matze immer für mich da und hat seine Pläne total über den Haufen geworfen und mich einfach so in Jogginghose daheim am Schreibtisch gefragt, ob ich ihn heiraten will. Ab diesem Zeitpunkt ging es mit mir wieder Bergauf und ich schöpfte neue Kraft. Und die brauchte ich ganz dringend. Die Entscheidung zu kündigen, änderte einfach alles. Von dem Tag an war es so, als wäre eine ganz große Last von mir abgefallen; ein Panzer den ich endlich aufbrechen und einfach davon fliegen konnte.
Die letzten Monate habe ich mich viel mit Papierkram, Steuern, Krankenkassen, Versicherungen, usw. beschäftigt und mittlerweile kann ich sagen, es verläuft alles in geordneten Bahnen. Und darüber bin ich wirklich froh, denn der Beruf Blogger ist so, als wäre man ein Außerirdischer. Aber das kenne ich ja schon. Vor allem hier auf dem Land ist das ja nicht so wirklich verbreitet. Und wenn man mal irgendwo steht und ein paar Outfitfotos knippst, kann es schon mal vorkommen, dass die Omis mit ihren Rollatoren stehen bleiben und dem bunten Treiben zusehen und uns loben, wie schön wir das doch machen. Aber ich habe mich schon daran gewöhnt und es stört mich nicht mehr wirklich, wenn die Leute gucken, nur weil man etwas nicht so macht wie die anderen. Ich bin eben nicht so wie die anderen, ich bin einfach ich. Und darauf bin ich stolz! Ich bin noch nie mit dem Strom geschwommen, sondern bin einfach meinen Weg gegangen. So wie ich es auch heute tue. Ich habe meinen Weg gefunden und dieser Weg tut mir jeden Tag gut. Ich freue mich schon beim Aufstehen, mich gleich an meine Arbeit machen zu dürfen und jeden Tag das tun zu können, was ich liebe und wofür ich voller Leidenschaft brenne!

Blogging Niche Ideas (how To Write Like A Blogger + Grow Your Audience)
In den ersten Monaten ist mir am meisten aufgefallen, dass ich viel entspannter war und jetzt auch immer noch bin. Und das ist nicht nur mir aufgefallen, sondern auch Matze. Der meinte nach ein paar Tagen schon, dass ich viel ausgeglichener und nicht mehr so gestresst wäre. Und ja, er hatte recht. Ich weiß noch ganz genau, wie sehr ich mich an Silvester gefreut habe, nun einen neuen Lebensabschnitt beginnen zu können. Ich schlafe jetzt um einiges besser, bin nicht mehr so unruhig und aufgewühlt. Zwar habe ich immer noch viele Gedanken im Kopf, aber das sind Gedanken, die mich nicht bedrücken, sondern die ich aufs Papier bringen oder für den Blog umsetzen will. Auch war ich seit einem halben Jahr kein einziges Mal krank. Kein Schnupfen, kein Magen-Darm-Virus, keine Stirnhöhlenentzündung, absolut nichts! Und das obwohl Matze schon einige Male ziemlich flach gelegen war und heftige Grippe mit Fieber hatte. Früher habe ich bei jedem Infekt „hier“ geschrieen und war regelmäßig krank.
Ich habe schon so viele Dinge auf meiner to-do Liste abhaken können, die ich mir schon so lange vorgenommen hatte. Zwar kommen täglich viele neue Punkte dazu, aber es ist trotzdem toll zu sehen, dass man etwas geschafft hat und abhaken kann! Ich bin jetzt einfach viel flexibler und kann mir meinen Tag so planen, wie ich es möchte. Das heißt aber nicht, dass ich bis zehn im Bett liege und den ganzen Tag Kaffee trinke. Nein, nein, nein. Ich stehe ziemlich früh auf und versuche so viel wie möglich für den Blog und auch im Haushalt zu schaffen. Natürlich gelingt nicht immer alles, so wie es geplant ist. Aber so ist das Leben nun mal. Es kann nie alles glatt laufen und ich habe mich in den letzten Monaten nicht nur einmal ärgern müssen. Aber da heißt es einfach abhaken und weiter machen. Nicht von der negativen Stimmung runter ziehen lassen und weiter gehts. Auch das hat sich verändert. Ich bin irgendwie noch ein wenig selbstbewusster geworden und kann solche Rückschläge besser weg stecken.

Auch kann ich jetzt viel mehr mit Euch teilen! Und das freut mich ganz besonders. Egal wie, wo oder wann. Ich habe euch ja schon immer viel von meinem Leben gezeigt, aber jetzt gibts irgendwie noch ein bisschen mehr. Da ich einfach auch mehr Zeit dafür habe und nicht immer nur Abends kurz ein „Hallo“ auf Instagram/Snapchat da lassen kann. Auch YouTube möchte ich in Zukunft ein bisschen mehr ausbauen und euch regelmäßig mit neuen Videos versorgen.
Becoming A Girl Boss: What You Need To Know — Chasing Linen
Im Großen und Ganzen kann ich einfach sagen, dass es mir so viel besser geht! Ich bin einfach gelöster, glücklicher und gesünder und diese Entscheidung, mich als Bloggerin selbstständig zu machen, die beste Entscheidung überhaupt war! Zwar hängt an so einem Schritt auch sehr viel, aber ich habe schon ganz andere Sachen geschafft, warum sollte ich dann

Im Großen und Ganzen kann ich einfach sagen, dass es mir so viel besser geht! Ich bin einfach gelöster, glücklicher und gesünder und diese Entscheidung, mich als Bloggerin selbstständig zu machen, die beste Entscheidung überhaupt war! Zwar hängt an so einem Schritt auch sehr viel, aber ich habe schon ganz andere Sachen geschafft, warum sollte ich dann

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